Da war doch was mit Sich-Akkreditieren fuer die EM ...
Offenbar wird Soup gelesen.
Aussendung des oesterreichischen Journalistenclubs:
Euro
2008: ÖJC protestiert gegen ungleiche Behandlung der Journalisten
"Was sich gestern Abend im Pressezentrum am Wiener Rathausplatz abgespielt
hat, spottet jeder Beschreibung", so drastisch beschreibt der Präsident
des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, die Situation im
und vor dem Pressezentrum am Wiener Rathausplatz.
Obwohl sich jeder Journalist bereits vor Betreten der Wiener Fanmeile beim
Bundespressedienst akkreditieren mußte, findet beim Counter im Pressezentrum am
Rathausplatz nochmals eine "Befragung" der Journalisten über ihre
berufliche Tätigkeit statt. Nach Angaben von ÖJC-Mitgliedern wird hier zum
Beispiel nach "guten" und "schlechten" Medien unterschieden.
Wenn der Journalist dann ein zusätzliches Tagesarmband ergattert hat, beim
Spiel Kroatien gegen die Türkei war gelb gefragt, darf zwar der Journalist das
Pressezentrum, das von Wien-Marketing geführt wird, betreten, sich darin aber
nicht frei bewegen. So steht die obere Plattform nur ausländischen Kamerateams
zur Verfügung. Als inländischer Fotograf darf man sich auf der oberen Plattform
maximal 10 Minuten aufhalten.
Besonders schlimm ist es, wenn Reporter, Kameraleute und Fotografen ihren mühsam
ergatterten Platz im Pressezentrum aufgeben um zu den Fans in die Fanmeile zu
gehen. Ein Wiedereintritt in das Pressezentrum wird dann meist mit dem
Argument verwehrt, daß das Pressezentrum "überfüllt" sei.
So ist es gestern auch einem Kamerateam des ORF, welches für die Zeit im Bild
von der Fanmeile berichten wollte, ergangen. Und das, obwohl im gesamten
Pressezentrum sicher nicht mehr als 30 Journalisten anwesend waren. Diese
"strategische" Überfüllungsregel gilt natürlich nur für die österreichischen
Kolleginnen und Kollegen, ein ZDF-Team hatte diese Probleme nicht und konnte
sofort wieder das Pressezentrum betreten.
Die vor dem Pressezentrum auf Einlaß wartenden österreichischen Journalisten mußten
sich und ihre teuren Geräte vor den drängenden Fans schützen, konnten das
"schützende" Pressezentrum aber nicht betreten.
Besonders unangenehm fiel einem ausländischen Kollegen die viele Polizei auf,
die sich im Pressezentrum tummelt. "Bei allem Verständnis für die Arbeit
der Polizei bei so einem Großereignis, so gibt es für Österreich kein schönes
Bild, wenn in einem Pressezentrum mehr Polizisten als Journalisten anwesend
sind", so ÖJC-Präsident Fred Turnheim. Zu gewissen Zeiten kam gestern
Abend auf je einen Journalisten ein Polizist.
Der ÖJC ersucht die Verantwortlichen von Wien-Marketing dringend, die Arbeit
der österreichischen Journalisten genauso zu unterstützen, wie die der
ausländischen Kolleginnen und Kollegen und im Pressezentrum eine unabhängige,
freie und gleiche Berichterstattung für alle Medienvertreter zu garantieren.
Qu. e. d.
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rip: ...ja neeee das war Anfangs auch, man konnte quasi nur einmal rein und wieder raus. Dass es später bei Spielen wie Kroatien-Türkei verschärft wurde, kann ich mir leicht vorstellen. Übrigens war dort tatsächlich immer genug Platz und ich habe auch nicht verstanden wozu dann wegen "Überfüllung" geschlossen wurde. Dabei war ich selbst nur 1x dort und meine Begeisterung hielt sich sowieso in Grenzen; daher mein zynischer Bericht damals... Und die Freude zur Relevanz von Soup muss ich hier auch eher trüben - die war sicher nicht der Grund, das wüsste ich.